Digitale Kompetenzen aufbauen
Warum sind digitale Kompetenzen für Verwaltungen so wichtig? Lesen Sie, wie Sie Mitarbeitende fit für den digitalen Wandel machen.
Ausgangslage: die Notwendigkeit digitaler Kompetenzen
• Veränderungen in der Arbeitswelt
• Ansprüche von Bürgerinnen und Bürgern, dass auch die öffentliche Verwaltung digital wird
• Digitalisierung bringt Veränderungen in den Strukturen, Prozessen und Leistungen der öffentlichen Verwaltung
• Rascher Strukturwandel erzeugt Bedarf nach neuen Kompetenzen durch veränderte Berufsprofile
Was sind Kompetenzen?
• Kombination von Kenntnissen, Fertigkeiten und Einstellungen
• Bewältigung anforderungsreicher und komplexer Aufgaben sowie unvorhergesehener Situationen
• Können nicht direkt gelernt werden, sondern sind das Resultat eines Lernprozesses
Ausgangslage: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen im Prozess mitgenommen werden. Außerdem muss die Entwicklung digitaler Kompetenzen ermöglicht werden.
Kompetenzen, die aufgebaut und gefördert werden müssen
Basisfähigkeiten
z.B. Ausdrucken auf einem Drucker, Bedienung des Internets
Digitale Kompetenzen
Informations- und Kommunikationstechnik für bestimmte Zwecke erfolgreich einsetzen, um komplexere Aufgaben zu erledigen
Kompetenz 4.0
oder auch Kompetenzen des 21. Jahrhunderts wie z.B. Agilität, Veränderungsbereitschaft, Kreativität
Punkt 1: Strategische Entwicklung digitaler Kompetenzen
- Strategie für Gesamtorganisation – Personalstrategie
- Entwicklung eines Kompetenzmodells für die Gesamtorganisation
- Erstellen von Anforderungsprofilen für alle Stellen in der Organisation – u.a. Sollprofil für digitale Kompetenzen
- Soll-Ist-Abgleich der Kompetenzen der Stelleninhaberin bzw. des Stelleninhabers
- Ist-Abgleich durch Selbsteinschätzung durch den Mitarbeiter bzw. die Mitarbeiterin
- Ist-Abgleich durch Fremdeinschätzung – z.B. durch Führungskraft in Mitarbeitergespräch
- Gezielte Entwicklungsmaßnahmen anhand des Entwicklungsbedarfs/Kompetenzentwicklung
Punkt 2: Veränderungen in der Lernkultur notwendig
• Erfordert neue Arbeitskultur mit offenem Wissens- und Feedbackaustausch
• Offene Diskussions-, Fehler- und Kritikkultur notwendig
• Etablierung informeller Lernformate, die einen Austausch untereinander ermöglichen
• Hinderliche Faktoren zum nachhaltigen Aufbau von digitalen Kompetenzen: defensives Denken, Tabus, Veränderungsträgheit und Unsicherheit
Organisationales Lernen
Das ist der Wandel von einer tradierten Lernkultur hin zu einer innovativen Lernkultur.
Punkt 3: Formate zum Aufbau digitaler Kompetenzen
• Angebot einer Mischung aus verschiedenen Methoden
• Entwicklung eines didaktischen Konzepts, welches Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befähigt, vom formellen, fremdgesteuerten Lernen auf informelles, selbstbestimmtes Lernen umzuschalten
Mögliche Lernformate:
Communities of Practice / Soziale Lernplattformen
E-Learning, Blended Learning, Webinare
Reverse Mentoring (Ältere lernen von Jüngeren)
Erfahrungslernen
Zugang zu externen Communities
Punkt 4: Digitale Kompetenzen aufbauen
Erfolgsfaktoren
• Führung, die Spielraum und Autonomie ermöglicht
• Fehlerkultur
• Vernetzung und Austausch
• Sinnvermittlung
• Schaffung passender Rahmenbedingungen
Hinderungsfaktoren
• Starre Strukturen und Prozesse
• Fehlende Unterstützung durch Führungsspitze
• Ressourcenknappheit
• Problemanfällige/zu viel IT-Infrastruktur
• Alle Akteure im Prozess berücksichtigen
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