Texte für Webseiten
Erfahren Sie, wie Sie Webtexte erfolgreich aufbauen und mit prägnanten Überschriften das Lesen im Internet erleichtern.
Punkt 1: Wie wir das Web wahrnehmen
• Texte werden im Internet nicht linear gelesen.
• User:innen springen von Ankerpunkt zu Ankerpunkt.
• Textelemente sind uninteressanter als Visuelles.
• Der Schreibstil im Internet ist weniger formell, näher am gesprochenen Wort.
Punkt 2: Das Prinzip der umgekehrten Pyramide
Es handelt sich um ein klassisches Modell aus dem Journalismus. Nachrichtliche Texte und
Pressemitteilungen folgen diesem Aufbau seit vielen Jahren.
Durch diesen Aufbau bedient ein Artikel gleich zwei typische Leser-Spezies: den oder die horizontale:n und den oder die vertikale:n Leser:in.
• Der oder die horizontale Leser:in ist stets in Eile und möchte in kurzer Zeit möglichst komprimiert informiert werden. Die Zusammenfassung am Textbeginn reicht ihr oder ihm oftmals aus, sie oder er liest meist nicht den ganzen Text.
• Der oder die vertikale Leser:in wünscht sich Informationstiefe. Ist ihr oder sein Interesse geweckt, liest sie oder er den Text bis zum Ende durch.

Punkt 3: Die 7 W-Fragen
Was
ist passiert/wird passieren?
Wer
ist involviert/wird involviert sein?
Wann
ist/wird etwas geschehen?
Wo
ist/wird es geschehen?
Wie
ist/wird es geschehen?
Warum
ist/wird es geschehen?
Woher
kommt die Information?
• Die letzte Frage bezieht sich auf die Quelle eines Themas. In der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit spielt dies oft eine untergeordnete Rolle.
• Außerdem gibt es Textarten, bei denen nicht alle Fragen für den Inhalt gleich wichtig sind.
• Die 7 W-Fragen helfen dabei, das Spektrum eines Themas vollständig zu erfassen.
• Antworten auf die 7 W-Fragen legen eine grobe Richtschnur fest und erleichtern es, den Text sinnvoll aufzubauen.
Das Modell ist hilfreich zur Überprüfung von:
• bestehenden Texten
• Texten in der Planung.
Punkt 4: Überschriften & Teaser
Aufmerksamkeit wecken und informieren
• Überschriften haben inhaltlichen Bezug zum Folgenden (Keywörter nutzen)
• Bei informierenden Texten sind Überschriften kein Kommentar, sondern geben kurz den wesentlichen Inhalt wieder.
• Erfolgreiche Teaser im Internet wecken Neugierde (z.B. Cliffhanger).
Typische Stolperfallen
• Kryptische Aussagen („Familie Breztowski macht ihrem Namen alle Ehre“)
• Null-Aussagen („Es fehlen Fachkräfte“, „Öffentliche Finanzhilfen“)
• Abgegriffene Formulierungen („Die Spitze des Eisbergs“)
• Zu lange/unverständliche Wörter („Neue Verordnung für Natriumchlorideinsatz“)
Punkt 5: Struktur in Internettexten
Gerade in Texten, die im Internet erscheinen, ist die Struktur eines Textes von großer Bedeutung. Sie hilft Leser:innen und ist sinnvoll für Suchmaschinen.
Google bevorzugt gut strukturierte Internettexte:
• Aufzählungen,
• Textformatierungen und
• Zwischenüberschriften gehören zum Standard eines guten Onlinetextes.
Es lohnt sich, Internettexte mit weiteren Elementen zu spicken:
• Grafiken
• Bilder
• Videos
• Grafisch hervorgehobene Textboxen, mit Zusatzinformationen wie Definitionen, Linktipps, Download-Angeboten u. ä.
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